Über mich: Meine Reise zur Keramik – Von Zahlen zu Ton

Aufgewachsen auf dem Land in der Umgebung von Darmstadt, zog ich später mit meinem Mann nach Weinheim an der Bergstraße – dort begann meine kreative Reise. Eine Freundin nahm mich mit in einen Kurs, in dem mit Ton gearbeitet wurde. Vom ersten Moment an war ich fasziniert. Die Aufbau- und Plattentechnik öffnete mir den Zugang zu diesem uralten Werkstoff – und bald wuchs der Wunsch, das Drehen an der Töpferscheibe zu erlernen.

Tagsüber arbeitete ich im Bankenumfeld mit Zahlen und Geld, abends drehte ich Ton – ein herausfordernder, aber wohltuender Ausgleich. Das Drehen fiel mir anfangs schwer. Es braucht Geduld, Ausdauer und vor allem: Übung, Übung, Übung.

Bis heute ist meine Begeisterung für das Töpferhandwerk ungebrochen. Ich staune immer wieder, was mit wenigen Werkzeugen – im Grunde nur mit meinen Händen – entstehen kann. Aus einem Klumpen Ton wächst ein Gefäß. Keramik ist ein weites Feld, voller Möglichkeiten und Entdeckungen. Ich habe Weiterbildungen in Mannheim, im Odenwald und hier in Südbaden und in der Schweiz besucht. Doch am wertvollsten ist mir die stille Arbeit im Atelier: ausprobieren, scheitern, neu beginnen – und immer wieder machen.

Dass die Keramik in den letzten Jahren ein solches Comeback erlebt, freut mich sehr. Was einst als angestaubt galt, ist heute wieder gefragt. In Deutschland gibt es einen regelrechten Hype um das Töpfern. Wer hätte das gedacht? Schon vor über 26.000 Jahren haben Menschen getöpfert – und bis heute berührt es uns, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen und ein Unikat in den Händen zu halten.

Mein christlicher Glaube ist mir dabei Stärke und Inspiration. Immer wieder entstehen Werke, die meinen Glauben künstlerisch ausdrücken – eine Sprache, die ich gern spreche.